black_cat_aoife: (Quote: Keep Calm and Put the kettle on)
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Inhalt: Pippa Bolle ist begeistert: Ihre englische Oma macht Urlaub in Berlin und beordert ihre Enkelin als Haushüterin in die Nähe von Stratford-upon-Avon, den Heimatort Shakespeares. Endlich kann sich Pippa sämtliche Stücke ansehen! Durch die Vermittlung ihrer Großmutter übernimmt sie die Betreuung einer internationalen Theatertruppe, die mit dem weltberühmten Theater-Regisseur Hasso von Kestring für ein Festival probt. Ein Schauspiel in mehreren dramatischen, komödiantischen - und tödlichen Akten beginnt, bei dem Pippa bald nur noch eins weiß: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner

Seiten: 432

Bewertung:


Das Buch ist ein typischer Fall von 'Ich sehe die Schwächen deutlich, aber es ist so unterhaltsam geschrieben, dass es mich nicht so wirklich kümmert.'
Ja, es hat so einige Fehler. Zum einen werden auch die Ereignisse, die nicht direkt mit dem Kriminalfall in Verbindung stehen recht ausführlich beschrieben was dazu führt, dass die erste (menschliche) Leiche erst um Seite 200 herum auftaucht. Dabei muss man dem Buch lassen, dass es kurzweilig geschrieben ist, so dass mir die Zeit bis dahin nicht sehr lange vorgekommen ist. Nur als ich dann soweit war, und eine kurze Pause eingelegt habe um mal zu überlegen was bisher eigentlich alles passiert ist kam ich zum Ergebnis 'Nicht so viel relevantes.' Das ist zugegebenermaßen irgendwie Beschweren auf recht hohem Level. Störender fand ich da, dass einige der Figuren doch sehr Klischeebeladen waren: in der Theatertruppe gibt's einen größenwahnsinnigen Regisseur, eine sehr von sich selbst überzeugte (männliche) Diva, das talentierte Mauerblümchen, den Intriganten, die gutaussehende und eitle Schauspielerin die heftig mit dem Regisseur flirtet und den trinkfesten, Dudelsack-spielenden Schotten. Gegen Ende wird versucht einige dieser Klischees umzustoßen aber außer in einem Fall gelingt das nur sehr begrenzt.
Dann ist da noch die Tatsache, dass ich zwar weiß, dass Pippa Bolle eine Amateurdetektivin ist und das Buch zu der Gattung der (wie es im Deutschen so schrecklich heißt) Häkelkrimis gehört, weswegen ich nicht unbedingt eine realistische Darstellung der Polizeiarbeit erwarten darf. Wenn aber eine ganzer Polizeisuchtrupp ausrückt um einen vermissten Kater zu finden strapaziert das meine Gutgläubigkeit doch ein bisschen zu sehr.
All das war mir aber irgendwie egal. Pippa ist eine unglaublich sympathische Hauptfigur mit der ich zu gerne mal Tea and Scones essen würde, der Schreibstil ist amüsant und kurzweilig, das Buch gespickt mit einigen Shakespeare-Anspielungen und der Krimi an sich – nun ja – ordentlich, einige Zusammenhänge konnte man Vermuten aber ein Großteil der überraschenden Enthüllungen waren tatsächlich überraschend.
Was mich zu meiner eigenen Überraschung noch am ehesten gestört hat waren die Namen der Charaktere. Die waren mir ein bisschen zu bemüht komisch. Wenn Pippa Bolle, Carlos Kwiatkowski, Hasso und Barbara-Ellen von Kestering auf Phoebe und Lysander Smith-Bates und Chriss Cross treffen habe ich das Gefühl, dass einige Astrid Lindgren-Figuren Urlaub auf North Cothelstone Hall machen. Weniger wäre hier mehr gewesen


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